Alle Beiträge von Jennifer Schlicht

Nur Sparen ist kein Konzept.

Die finanzielle Situation der Gemeinde ist mittel- und langfristig mehr als angespannt. Das ist keine Neuigkeit und vernünftigerweise dreht sich die Diskussion in der Gemeindevertretung und in den Ausschüssen immer wieder um den Punkt: „Wo können wir noch etwas einsparen?“

Allerdings ist Sparen allein aus meiner Sicht noch kein Konzept.

Die aktuelle Situation wurde zu einem Großteil genau aus dem Grund möglich. Immer war die sparsame Haushaltsführung ein Aushängeschild für Wohltorf und sorgte für einen ausgeglichenen Haushalt mit erheblichen Rücklagen. Erkauft wurde diese Sparpolitik mit dem Verzicht auf zukunftsweisende Investitionen. So wurde bereits vor mehr als 15 Jahren in einem Gutachten die Wohltorfer Schulsporthalle als nicht mehr sanierungsfähig betitelt und ein Neubau dringend empfohlen. Fast genau so lange wird bereits über ein neues Feuerwehrgerätehaus gesprochen und der Bedarf an weiteren Kita-Plätzen verstärkte sich Jahr für Jahr.

Alle diese notwendigen Investitionen wurden solange geschoben, bis es tatsächlich nicht mehr aufzuschieben war und so entstand ein riesiger Investitionsstau, der uns in einer Zeit extrem gestiegener Baukosten besonders hart trifft.

Wir haben immer wieder in der Gemeindevertretung auf diese Gefahr hingewiesen, letztlich siegte aber die Jährlichkeit des Haushalts über eine zwingend notwendige langfristige Investitionsstrategie.

Wir brauchen als Gemeindevertretung dieses strategische Konzept, um künftig im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten die erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen besser steuern zu können.

 Ihr Günter Nickel
Fraktionsvorsitzender

Der Frühling sprießt

Nicht nur die Natur reibt sich den Winterschlaf aus den Augen. In Wohltorf rührt sich viel. Die Turnhalle ist abgerissen, und der Matschweg um die Baustelle herum – endlich – hergerichtet. In der neuen  Kita am Kirchberg schreitet der Innenausbau voran. Wenn alles wie geplant gelingt, wird sie rechtzeitig im Sommer fertig. Drücken wir die Daumen. Der Leiter der Arbeitsgruppe „Kitaneubau“, unser Fraktionsvorsitzender Günter Nickel, bleibt am Ball. Wir alle können uns auf einen schönen, multifunktionalen Gemeindesaal auf dem Kirchberg freuen. Spannend bleibt die Prüfung des Standortes für das neue Feuerwehrgerätehaus. Unser Orts- und Landschaftsbild wird es nirgendwo schmücken, erst recht nicht außerhalb der Bebauung in unserer schönen Landschaft. So richtig passt es nirgends. Aber wir brauchen es dringend!!  Hier muss bald eine endgültige Entscheidung fallen; auch damit wir mit dem Bebauungsplan „Alter Dorfkern“ nach vielen Jahren zu Potte kommen. Erfreulicherweise haben wir im Bauausschuss Einigkeit erzielt, die alten „Bauernhäuser“ und die alte Schule an der Dorfstraße im Wege einer Erhaltungssatzung vor einem Abriss zu schützen. Das wird unserem „Dorfbild“ guttun. Dazu werden die Wohltorfer sich noch in dem Auslegungsverfahren äußern können. Gut, wenn in den Gebäuden mehr Wohnungen entstehen können, ohne unseren schmucken Ort zu zersiedeln.

Dr. Rolf Gestefeld
Ortsvereinsvorsitzender

Gemeindeeigene Mietwohnungen sind Mangelware

Das Vorhalten und Schaffen von bezahlbarem Wohnraum ist in Wohltorf bislang kaum ein Thema gewesen. So haben wir im gesamten Gemeindegebiet lediglich 5 gemeindeeigene Mietwohnungen an drei Standorten. Die anderen wurden früher verkauft. Daneben gibt es die Genossenschaftswohnungen im Bahnhofsumfeld, die aber leider nicht in dem Umfang günstigen Wohnraum anbieten können, wie wir uns das von der SPD wünschen.

Es gab im Zuge der Bebauungsplan-Verfahren seitens der SPD-Fraktion immer wieder Vorschläge und Anregungen, um möglichst viele bezahlbare Wohneinheiten zu schaffen. Die Möglichkeiten wurden aber leider nicht genutzt und die Mehrheiten in der Gemeindevertretung bzw. im Bauausschuss sahen hier keine  Priorität. Insbesondere wird seit Jahren der Versuch der Baugenossenschaft blockiert, auf einem ehemaligen Straßengrundstück hinter den „Baumannschen Häusern“ Genossenschaftswohnungen zu errichten.

Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum zielt nicht nur darauf ab, dass viele Bürgerinnen und Bürger mittlerweile durch steigende Lebenshaltungskosten stark belastet sind und sich schwertun, die hohen Mieten in unserer Region zu zahlen. Es liegt auch in unserem ureigensten Interesse, für junge Menschen und Familien Wohltorf weiterhin attraktiv zu halten und so die Zukunft der Vereine aber nicht zuletzt auch der Freiwilligen Feuerwehr zu sichern.

 Ihr Günter Nickel,
Fraktionsvorsitzender

Frostige Zeiten

Im Januar kam doch tatsächlich der Winter zurück, mit Schnee und Dauerfrost hat er sich zurückgemeldet.

Genau so kalt und frostig erlebe ich aktuell auch unser Land. Die Rattenfänger sind wieder unterwegs und laden zu konspirativen Sitzungen. Die Faschisten sind plötzlich wieder wählbar. Die AfD feiert Erfolge und schürt weiter die Stimmung gegen eine demokratische Auseinandersetzung und setzt auf einfache Lösungen. Das wollten die Menschen offenbar jetzt wieder hören.

Sicher läuft nicht alles richtig im Lande, und das muss auch angesprochen werden. Die Ampelkoalition in Berlin sucht permanent den kleinsten gemeinsamen Nenner. Selbst der scheint manchmal kaum erreichbar zu sein. Vielleicht hilft der rechte Mob durch seine Verschwörungstheorien, mit seinen immer offenen dargelegten und ausgesprochenen völkischen Phantasien, dass sich die große, bisher noch schweigende, Mehrheit im Lande nun nicht länger im stillen Kämmerlein empört, sondern deutlich und geschlossen gegen diese rechtsradikalen Tendenzen seine Stimme erhebt.

Die geschriebenen Zeilen haben auf den ersten Blick sicher nichts mit der Wohltorfer Kommunalpolitik zu tun, sicher. Aber auch hier müssen wir wachsam sein und derlei Gedankengut und Tendenzen sofort widersprechen. Wir alle sind gefordert, im Beruf, in der Familie, überall wo solche Thesen aufgestellt werden, eine klare Haltung zu zeigen.

Wir wollen den Rattenfängern nicht hinterherlaufen, wir wollen die demokratischen Grundwerte nicht preisgeben, um später einmal sagen zu müssen: „Wie konnte es nur soweit kommen?“

Stehen wir fest zusammen, es ist an der Zeit!

  Ihr Günter Nickel
Fraktionsvorsitzender

Auf ein Neues!

Ein neues Jahr beginnt und wie immer hoffen wir alle am Beginn auf ein gutes Jahr, dass wir gesund und munter bleiben und die furchtbaren kriegerischen Auseinandersetzungen auf der Welt endlich befriedet werden können.

Für Wohltorf stehen unverändert die großen Bauprojekte im Fokus, die aus meiner Sicht „Schlüsselprojekte“ für die weitere Entwicklung unseres Ortes sind. Das wir dabei die großen finanziellen Belastungen im Blick behalten und in enger Abstimmung mit der Kämmerei des Amtes Hohe Elbgeest „auf Sicht fahren“ ist selbstverständlich.

Für die Gemeindevertretung in Wohltorf wünsche ich mir für das neue Jahr noch mehr Geschlossenheit und Standfestigkeit bei der Umsetzung einmal getroffener Beschlüsse. Wir sind in erster Linie als GemeindevertreterInnen für 5 Jahre gewählt worden um im Interesse aller Wohltorferinnen und Wohltorfer optimale Rahmenbedingungen zu schaffen.
Ich bin seit vielen Jahren mit dabei und habe in den letzten zwei/drei Jahren das Gefühl, dass hier im Zweifel eher Fraktionsinteressen oder auch persönliche Vorlieben den Entscheidungsprozess steuern. Diese Fraktionssicht auf gemeindlicher Ebene zu etablieren, halte ich auf Dauer für kontraproduktiv und wird unsere Entscheidungswege eher in die Länge ziehen. Das kann nicht im Interesse Wohltorfs sein. Die SPD unterstützt daher ausdrücklich die Initiative der Bürgermeisterin zwischen den Fraktionen zu einem regelmäßigen Gedankenaustausch zu kommen. So besteht die Chance mit abgestimmten Positionen in die Beschlussgremien zu gehen.

Wir wünschen Ihnen ein gutes, neues Jahr 2024, bleiben Sie gesund,

 ihr Günter Nickel