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Ortsentwicklungskonzept – jetzt aber!

Wir hätten es uns auch einfacher machen können, aber das Projekt „Ortsentwicklungskonzept“ hatte es von Anfang an nicht leicht. Die gemeinsame Initiative von Bündnis90/die Grünen und der SPD haben vor rund zwei Jahren den Weg eröffnet. Wir hatten relativ schnell eine Mehrheit in der Gemeindevertretung für das Projekt gewinnen können. Zur Umsetzung kam es dann aber doch sehr lange nicht. Nach etwa einem Jahr wurde es dann über ein Hochschulprojekt der HafenCityUniversität (HCU) endlich gestartet um nach kurzer Zeit eine Vollbremsung hinzulegen. Das große Missverständnis bestand hier von Anfang an darin, dass die Wohltorfer Bürgerinnen und Bürger von dieser studentischen Arbeit im Ergebnis ein konkretes Ortsentwicklungskonzept erwarteten. Das war allerdings nie Ziel der Hochschule. Vielmehr ging es um einen allgemeinen wissenschaftlichen Diskurs zu den Potenzialen unseres Standortes. Das hat dann letztlich auch die Fragebogenaktion scheitern lassen.

Also, auf ein Neues heißt es jetzt. Der Projektauftrag wird demnächst vergeben und eine Gruppe von ca. 10 Wohltorferinnen und Wohltorfern begleitet die ausgewählte Firma. Neben den Fraktionen der Gemeindevertretung sind auch interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Wohltorf mit dabei. Damit wird (hoffentlich) die Akzeptanz erhöht und das Ergebnis dann auch gemeinsam getragen.

Ein Konzept für die Zukunft Wohltorfs. Das geht Alle an!

Ich wünsche eine schöne Advents- und Weihnachtszeit und natürlich:

Bleiben sie gesund!

SPD-Wohltorf

Günter Nickel

Noch mehr Lebensqualität in Wohltorf!

Die Probleme einer digitalen Vereinsamung und automatisierter Dienstleistungen schleichen sich immer weiter in unser Leben ein. Die Digitalisierung bringt vielerlei zeitliche Erleichterungen, gleichzeitig jedoch immer weniger Zeit füreinander.

Eine Gemeinde braucht eine Mitte, einen zentralen Platz, wo sich Wege kreuzen und Menschen sich treffen können. Wohltorf kann aktuell über den B-Plan 1 an den Baumann’schen Häusern gemeinsam mit den Eigentümern der Liegenschaften einen Platz entwickeln, in dem sich im kleinen Stil verschiedene begegnungspendende Möglichkeiten verwirklichen lassen.

Da wäre an erster Stelle ein gemütlich eingerichtetes aber unaufwendiges Bistro denkbar, für einen zwanglosen Plausch beim Kaffee am Morgen – mit Zeitungen und Backwaren und auch Kauf regionaler Lebensmittel im Angebot. Für das Treffen zum Mittagsimbiss gerade zur Begegnung unserer Senioren. Zum Genuss der Kaffeezeit mit leckerem Kuchen, und zum gemütlichen Gedankenaustausch mit oder ohne Essen nach Feierabend oder am Abend.

Ein Großteil der beruftstätigen Menschen in Wohltorf können ihrer Arbeit digital von zuhause aus nachgehen, Corona hat es uns gezeigt. Der mobile Wandel hat fast alle ergriffen. Heute sind wir hier, morgen da, ohne unsere berufliche Arbeit unterbrechen zu müssen. Dennoch ist ein ruhigeres Umfeld zur Konzentration oft vorteilhaft. Die Chance, Raum für Arbeitsplätze in einem freiwilligen Verband auf einer Fläche und dem Angebot von Besprechungsraum und Pantry zu schaffen, wäre jetzt gegeben. Die direkte Anbindung an das ÖPNV-Netz macht einen schnellen Wechsel zur Firma z. B. zu einem innerstädtischem Standort möglich.

Eine Gebäudeeinheit soll auf Antrag der SPD als Gebäude zur Nutzung zum Betreuten Wohnen ausgewiesen werden. Damit wird den zunehmend älteren Bürgern die Möglichkeit eröffnet, betreut aber selbstbestimmt ihr Leben zu gestalten. Eine pflegerische Einrichtung könnte in einem Neubauteil angesiedelt werden und so Wohltorf und Umgebung mit Pflegemaßnahmen versorgen.

Der Fürsorgepflicht der Gemeinde wird auch durch die Ausweisung eines für ein Ärztehaus geeigneten Gebietes, kleiner Apotheke und möglicherweise Intensivpflegebetten Rechnung getragen. Musikschule und Selbstverteidung sollen hier weiterhin ihren Raum finden.

Zur Zeit ringen Bauausschuss und Gemeindevertretung um die Bebauungsmöglichkeiten, den der B-Plan B1 ausweisen darf. Wir vertreten die Meinung, dass es der Gemeinde gut tut, zeitgemäßen Wohnraum in maßvollem Volumen, in jedem Fall jedoch familien- und altersgerecht anbieten zu können. Junge Familien sollten sich hier wohlfühlen, (nah-)versorgt sein und unsere Kindertagesstätten, Schulen und Vereine füllen können.

Wenn wir die Chance auf die Entwicklung eines lebenden gesunden Ortes jetzt nicht nutzen, wird Wohltorf zunehmend unattraktiv, es verstaubt förmlich. Wir wollen weder Aldis noch Lidls und Budnis, weder Hochhäuser noch Mengen von versiegelten Park+Ride Flächen. Wir plädieren für eine übersichtliche Nahversorgung und attraktiven Wohnraum. Die Chance miteinander, aufeinander treffend leben und arbeiten zu können ist jetzt ausbaubar. In Maßen und im Rahmen – auf Wohltorf passend.

Unterstützen Sie einen lebendigen Raum für unsere Kleinen, Großen, Älteren und Kranken, und für einen Ort mit höherer Lebensqualität. Auch wenn – leider – Wählervereinigung und FDP im Bauausschuss bislang eine solche Ortsentwicklung im Bereich der „Baumannschen Häuser“ verhindern, und auch eine geringe Aufstockung des für altengerechte Wohnungen vorgesehenen Gebäudes ablehnen, bleiben wir weiter am Ball. Schreiben Sie uns Ihre Meinung – jetzt – der B-Plan 1 ist in der Entscheidungsphase!

E-Mail Adressen:
Günter Nickel (Vorsitzender der SPD-Fraktion): guenternickel@alice-dsl.de
ggf. auch in Kopie auch an Bürgermeister Dürlich: bgm-wohltorf@amt-hohe-elbgeest.de

Elke Bentfeld, parteilos
Mitglied Bauausschuss SPD Wohltorf

Unsere Spalte im Sachsenwalder – November 2020

Konsenssuche

Seit Herbst 2018 haben wir uns mit Themen zur Ortsentwicklung in Wohltorf befasst. Zum ‚Familiendorf Wohltorf‘ und mit Dr. Henning Scherf zum Thema ‚Gemeinsam statt einsam‘.

In drei Politcafe´-Veranstaltungen waren Abgeordnete des Schleswig-Holsteinischen Landtages, Fachleute der landesgeförderten Markttreff- und Co-Working Modelle geladen, um über drängende Themen des sich durch Digitalisierung und Überalterung der Gesellschaft verändernden Lebens auszutauschen. Anträge zu einem Ortsentwicklungskonzept und zu einem Gestaltungsgremium zum Erhalt des schönen Ortsbildes haben wir gestellt. Wir bemühten uns um fachliche Gestaltungshilfe, um Gesundheits- und Daseinsfürsorge, bezahlbaren modernen Mietraum, Betreutes Wohnen und um das Ärztehaus. Auch um gemeinsame Büroflächen und andere fußläufig erreichbare Treffpunkte wie ein Bistro mit kleiner Nahversorgung.

Landauf, landab stehen diese Themen im Fokus – was aber ist uns jetzt für Wohltorf nach allen Anstrengungen geblieben?

Wenn es den Fraktionen nicht gelingt einen Konsens zum Abschluss der Bebauungspläne rund um den Bahnhof und den Dorfteich zu finden, kann freie Bautätigkeit ungehemmt das Ortsbild zerstören.

Vielleicht gelingt uns ein Konsens – vielleicht nur im XXS-Format – aber vielleicht sogar gemeinsam – für uns alle!

Elke Bentfeld, parteilos
Mitglied im Bauausschuss Wohltorf SPD

Unsere Spalte im Sachsenwalder – Oktober 2020

Grundschule Wohltorf; Sanierung analog und digital!

Als herausragende Aufgabe des SSSJ-Ausschusses steht schon seit je her die stetige Instandhaltung, Sanierung und Verbesserung der räumlichen Unterbringung der Grundschule ganz oben auf der Agenda.

Mit Übernahme des Vorsitzes im SSSJ-Ausschuss habe Ich besonderen Wert darauf gelegt die „Altlasten“ möglichst schnell zu beseitigen. So konnten in 2020 endlich die Klassenräume mit einem frischen Anstrich versehen und ebenso die marode Fensterfront zur Straße „Alter Knick“ erneuert werden.

Neben diesen baulichen Sanierungsmaßnahmen steht aktuell die digitale Ertüchtigung der Grundschule im Fokus. Die Anschaffung der i-pads-Klassensätze, die weitere Ausstattung mit E-Screenboards in den Klassenräumen und insbesondere auch die Versorgung der Lehrkräfte mit i-pads ist bewilligt und beauftragt. Wir hoffen das die Bereitstellung der Gerätschaften noch bis zum Jahresende abgeschlossen sein wird. Insbesondere bei der Lieferung der E-Sreenboards scheint es aktuell große Lieferprobleme zu geben.

Die technische Verbesserung soll die Grundschule bei der Organisation und Umsetzung des Unterrichtes in Pandemie-Zeiten unterstützen und auch um die nur mit dem großen Engagement und persönlichem Einsatz der Lehrkräfte bewältigte schwierige Lockdown-Phase so nicht noch einmal erleben zu müssen. Die Nutzung der privaten Laptops etc. durch die Lehrkräfte zur Durchführung des digitalen Unterrichts war nicht zuletzt aus datenschutzrechtlicher Sicht ein unhaltbarer Zustand. Hier müssen wir als Schulträger schnellstens für Abhilfe sorgen. Begünstigt durch die Lieferschwierigkeiten mit den E-Sreennboards soll die Beschaffung der Lehrer-i-pads nun vorgezogen werden.

Günter Nickel
Vorsitzender SSSJ-Ausschuss,
SPD-Fraktionsvorsitzender

Unsere Spalte im Sachsenwalder – September 2020

Und täglich grüßt das Murmeltier…

Glauben sie es oder nicht, aber es wäre fast soweit gewesen und wir hätten einen B-Plan (welchen eigentlich? Ach, egal!) tatsächlich rechtskräftig verabschieden können. Einer von vielen B-Plänen die aktuell in der Mache sind. Fast ausschließlich geht es um bestehende Baugebiete mit einem großen Altbestand und nur selten sind Neubauvorhaben damit verknüpft. Die vielen mittlerweile nicht mehr rechtskräftigen alten B-Pläne in Wohltorf sollen neu aufgestellt werden um zeitgemäßes Bauen möglich zu machen. Der B-Plan als Ausdruck des Planungswillen der Gemeindevertretung soll für alle Beteiligten Planungssicherheit und Verlässlichkeit bringen. Zudem ist der Baugenehmigungsweg für die Bauwilligen innerhalb eines rechtskräftigen B-Plans deutlich einfacher und in der Regel auch sehr viel schneller zu durchlaufen.

Vor einigen Jahren haben wir in der Gemeindevertretung den Beschluss zur Neu-Aufstellung der B-Pläne getroffen. Viele Einzelpläne stehen seitdem im Bauausschuss auf der Agenda, einiges läuft parallel ab und wir müssen feststellen, kommt der Prozess erst einmal ins Stocken werden die Abläufe immer zähflüssiger. Es kommen immer neue Bedenken hoch, neue, oder auch alte, Fragen werden in zermürbend langen Diskussionsrunden letztlich häufig zerredet, gut gemeinte Ansätze nach längerer Beratung wieder verworfen.

Wir müssen feststellen, dass die ehrenamtlich tätigen Ausschussmitglieder und Gemeindevertreter immer mehr an ihre Grenzen stoßen je länger die Verfahren laufen.

Weniger ist manchmal mehr! Diese sicher nicht neue Erkenntnis sollte auch in den Fraktionen noch einmal kritisch hinterfragt werden.

Günter Nickel
Fraktionsvorsitzender