Noch mehr Lebensqualität in Wohltorf!

Die Probleme einer digitalen Vereinsamung und automatisierter Dienstleistungen schleichen sich immer weiter in unser Leben ein. Die Digitalisierung bringt vielerlei zeitliche Erleichterungen, gleichzeitig jedoch immer weniger Zeit füreinander.

Eine Gemeinde braucht eine Mitte, einen zentralen Platz, wo sich Wege kreuzen und Menschen sich treffen können. Wohltorf kann aktuell über den B-Plan 1 an den Baumann’schen Häusern gemeinsam mit den Eigentümern der Liegenschaften einen Platz entwickeln, in dem sich im kleinen Stil verschiedene begegnungspendende Möglichkeiten verwirklichen lassen.

Da wäre an erster Stelle ein gemütlich eingerichtetes aber unaufwendiges Bistro denkbar, für einen zwanglosen Plausch beim Kaffee am Morgen – mit Zeitungen und Backwaren und auch Kauf regionaler Lebensmittel im Angebot. Für das Treffen zum Mittagsimbiss gerade zur Begegnung unserer Senioren. Zum Genuss der Kaffeezeit mit leckerem Kuchen, und zum gemütlichen Gedankenaustausch mit oder ohne Essen nach Feierabend oder am Abend.

Ein Großteil der beruftstätigen Menschen in Wohltorf können ihrer Arbeit digital von zuhause aus nachgehen, Corona hat es uns gezeigt. Der mobile Wandel hat fast alle ergriffen. Heute sind wir hier, morgen da, ohne unsere berufliche Arbeit unterbrechen zu müssen. Dennoch ist ein ruhigeres Umfeld zur Konzentration oft vorteilhaft. Die Chance, Raum für Arbeitsplätze in einem freiwilligen Verband auf einer Fläche und dem Angebot von Besprechungsraum und Pantry zu schaffen, wäre jetzt gegeben. Die direkte Anbindung an das ÖPNV-Netz macht einen schnellen Wechsel zur Firma z. B. zu einem innerstädtischem Standort möglich.

Eine Gebäudeeinheit soll auf Antrag der SPD als Gebäude zur Nutzung zum Betreuten Wohnen ausgewiesen werden. Damit wird den zunehmend älteren Bürgern die Möglichkeit eröffnet, betreut aber selbstbestimmt ihr Leben zu gestalten. Eine pflegerische Einrichtung könnte in einem Neubauteil angesiedelt werden und so Wohltorf und Umgebung mit Pflegemaßnahmen versorgen.

Der Fürsorgepflicht der Gemeinde wird auch durch die Ausweisung eines für ein Ärztehaus geeigneten Gebietes, kleiner Apotheke und möglicherweise Intensivpflegebetten Rechnung getragen. Musikschule und Selbstverteidung sollen hier weiterhin ihren Raum finden.

Zur Zeit ringen Bauausschuss und Gemeindevertretung um die Bebauungsmöglichkeiten, den der B-Plan B1 ausweisen darf. Wir vertreten die Meinung, dass es der Gemeinde gut tut, zeitgemäßen Wohnraum in maßvollem Volumen, in jedem Fall jedoch familien- und altersgerecht anbieten zu können. Junge Familien sollten sich hier wohlfühlen, (nah-)versorgt sein und unsere Kindertagesstätten, Schulen und Vereine füllen können.

Wenn wir die Chance auf die Entwicklung eines lebenden gesunden Ortes jetzt nicht nutzen, wird Wohltorf zunehmend unattraktiv, es verstaubt förmlich. Wir wollen weder Aldis noch Lidls und Budnis, weder Hochhäuser noch Mengen von versiegelten Park+Ride Flächen. Wir plädieren für eine übersichtliche Nahversorgung und attraktiven Wohnraum. Die Chance miteinander, aufeinander treffend leben und arbeiten zu können ist jetzt ausbaubar. In Maßen und im Rahmen – auf Wohltorf passend.

Unterstützen Sie einen lebendigen Raum für unsere Kleinen, Großen, Älteren und Kranken, und für einen Ort mit höherer Lebensqualität. Auch wenn – leider – Wählervereinigung und FDP im Bauausschuss bislang eine solche Ortsentwicklung im Bereich der „Baumannschen Häuser“ verhindern, und auch eine geringe Aufstockung des für altengerechte Wohnungen vorgesehenen Gebäudes ablehnen, bleiben wir weiter am Ball. Schreiben Sie uns Ihre Meinung – jetzt – der B-Plan 1 ist in der Entscheidungsphase!

E-Mail Adressen:
Günter Nickel (Vorsitzender der SPD-Fraktion): guenternickel@alice-dsl.de
ggf. auch in Kopie auch an Bürgermeister Dürlich: bgm-wohltorf@amt-hohe-elbgeest.de

Elke Bentfeld, parteilos
Mitglied Bauausschuss SPD Wohltorf